Metta-Meditation
Acarya Buddharakkhita
Es gibt
verschiedene Arten, diese Meditation über die universelle Liebe zu praktizieren. Hier wird nur
eine vorgestellt, die auf
die Texte und Kommentare
des Pali-Kanons zurückgeht.
Wer sich für die genauen Anweisungen und die verschiedenen
Arten interessiert, sei hiermit auf die Visuddhimagga, Kapitel 9 verwiesen.
Übung:
Setzen Sie sich
in eine bequeme Position,
an einen ruhigen Platz, in
Nun
stellen Sie sich bildlich ihr
eigenes Gesicht mit einem glücklichen
und strahlenden Ausdruck
und in guter Laune vor. Betrachten Sie sich wie
in einem Spiegel und fühlen
Sie sich während der Metta
- Meditation in diesen Gemütszustand
hinein. In einer solchen Stimmung kann niemand ärgerlich
werden oder
negative Gefühle und Gedanken
gegen irgend jemanden haben.
Nun füllen
Sie Ihren Geist mit folgenden
Gedanken:
"Möge ich frei
sein von Feindseligkeit.
Möge ich frei
sein von Sorgen und Ängsten.
Möge ich frei
sein von Notleiden.
Möge ich glücklich
sein!"
Während Sie sich
in dieser Weise mit positiven Gedanken
der Liebenden Güte anfüllen, werden Sie den Geist wie ein
Gefäß füllen, dessen Inhalt bereit
ist, in alle
Richtungen überzulaufen. Bitte beachten Sie, dass Sie
sich bei der Metta-Meditation nur einen lebenden
Menschen bildlich vorstellen, und keinen, der schon gestorben
ist. Der
Grund dafür ist, dass
Gedanken an einen toten Menschen Trauer und Kummer entstehen lassen können, und so der Entwicklung von Metta hinderlich sind.
Dann stellen Sie sich einen
Menschen vor den Sie verehren, wie
den Meditationslehrer oder andere Lehrer usw. sie
sehen ihn in einem glücklichen Gemütszustand und richten folgende Gedanken auf ihn:
"Möge
er frei sein
von Feindseligkeiten,
von Sorgen und Ängsten,
von Notleiden.
Möge er glücklich
sein."
Dann stellen Sie sich Ihre
Eltern und die Familienmitglieder
vor, oder
andere Menschen die Ihnen besonders lieb sind und "strahlen" Metta in der schon oben
besprochenen Weise auf jeden einzelnen von ihnen.
Hier sollte beachtet
werden, dass diese universelle Liebe nicht von der weltlichen Liebe verunreinigt wird, was passieren kann, wenn wir
Metta an unsere Ehepartner oder
gegengeschlechtliche Menschen
richten. An dieser Stelle sollten wir Metta auch
nicht an die uns sonst lieben
Menschen richten, mit denen wir
gerade ein Missverständnis oder sonstige Auseinandersetzungen haben. Ihnen wenden wir uns später zu.
Dann senden Sie
Metta an die Menschen, die für Sie neutral sind, d.h. Menschen die Sie weder mögen
noch nicht mögen und verfahren auch hier in der
oben genannten Weise.
Und dann
versuchen Sie Metta an einen
Menschen zu richten den Sie nicht mögen, oder
mit dem Sie
eine Auseinandersetzung haben. Auch hier
benutzen Sie die obengenannten Schritte, mit dem Zusatz:
"Ich
empfinde keine Feindschaft gegen sie oder
ihn - möge auch er oder
sie keine Feindschaft gegen
Die bildlichen
Vorstellungen sollten deutlich, und die Gedankenprojektionen
von Metta gezielt und mit klarer Absicht
durchgeführt werden Sie sollten sich
dazu Zeit nehmen und diese Übung nicht mechanisch
werden lassen. So können Sie auch andere Gedanken
übertragen, die das Glück anderer fördern
sollen. Wie z. B:
"Mögen
Sie gesund bleiben, keine Schmerzen erleiden und glücklich sein..."
"Mögen
Sie die Freiheit
von aller Leidhaftigkeit erfahren..."
(Diese Metta-Meditation ist Auszug einer zusammengefassten Übersetzung aus: METTA - The philosophy & practice of universal love - von Acarya Buddharakkhita - Buddhist Publication Society Kandy Sri Lanka)