Prägende Lehrreden
I. Der edle und der unedle Mensch
Was da, ihr Mönche, der andere an Fehlern besitzt, das enthüllt der unedle
Mensch, selbst ungefragt. Gar nicht davon zu reden , wenn er gefragt wird.
Aufgefordert aber und durch Fragen veranlaßt, spricht er, ohne etwas
auszulassen und ohne zögern, vollständig und ausführlich von den Fehlern des
anderen. Den, ihr Mönche, hat man als unedlen Menschen zu betrachten.
Und ferner noch:
was da der andere an Vorzügen besitzt, das enthüllt der unedle Mensch nicht,
selbst wenn er gefragt wird. Gar nicht davon zu reden, wenn er nicht gefragt
wird. Selbst wenn er ausgeforscht und durch Fragen veranlaßt wird, spricht er
mit Auslassungen und zögernd, unvollständig und nicht ausführlich von den
Vorzügen des anderen. Den, ihr Mönche, hat man als unedlen Menschen zu
betrachten.
Was da, ihr
Mönche, der andere an Fehlern besitzt, das enthüllt der edle Mensch nicht,
selbst wenn er gefragt wird. Gar nicht davon zu reden, wenn er nicht gefragt
wird. Ausgeforscht aber und durch Fragen veranlaßt, spricht er mit Auslassungen
und zögernd, unvollständig und nicht ausführlich von den Fehlern des anderen.
Den, ihr Mönche, hat man als edlen Menschen zu betrachten.
Und ferner noch:
was da der andere an Vorzügen besitzt, das enthüllt der edle Mensch, selbst
ungefragt. Gar nicht davon zu reden, wenn er gefragt wird. Ausgeforscht aber
und durch Fragen veranlaßt, spricht er ohne etwas auszulassen und ohne zu
zögern, vollständig und ausführlich von den Vorzügen des anderen. Den, ihr Mönche,
hat man als edlen Menschen zu betrachten.
Und ferner noch,
was da der edle Mensch selber an Fehlern besitzt, das enthüllt er, selbst
ungefragt. Gar nicht davon zu reden, wenn er gefragt wird. Aufgefordert aber
und durch Fragen veranlaßt, spricht er ohne etwas auszulassen und ohne zu
zögern, vollständig und ausführlich von den eigenen Fehlern. Den, ihr Mönche,
hat man als edlen Menschen zu betrachten.